Wann ist ein Website-Relaunch sinnvoll?
Ein Relaunch ist keine Entscheidung, die man leichtfertig trifft. Die alte Website verursacht Kosten — durch schlechte Conversion, hohe Absprungrate und schlechte Google-Rankings. Aber ein schlecht geplanter Relaunch kann diese Probleme noch verschlimmern. Klare Signale für einen Relaunch: - Die Website lädt langsam (LCP über 3 Sekunden) - Das Design wurde seit mehr als 3 Jahren nicht aktualisiert - Google-Rankings stagnieren oder fallen - Die Absprungrate liegt über 70 % - Das CMS ist schwer zu bedienen oder veraltet - Die Website ist nicht DSGVO-konform - Mobile-Nutzer haben eine schlechte Erfahrung
Warnung: Ein Relaunch ohne klare SEO-Strategie kann Ihr Google-Ranking um 30–60 % senken. Die häufigste Ursache: fehlende 301-Redirects für geänderte URLs.
Phase 1: Strategische Planung (4–6 Wochen)
Bestandsaufnahme der alten Website Bevor Sie auch nur eine Zeile neuen Code schreiben, analysieren Sie die alte Website vollständig: Welche Seiten haben organischen Traffic? Welche URLs ranken für wichtige Keywords? Welche Seiten konvertieren? Tools: Google Search Console, Ahrefs/SEMrush für URL-Analyse, Google Analytics für Conversion-Daten. Ziele definieren Was soll der Relaunch erreichen? Mehr Leads? Höhere Conversion-Rate? Einfachere Inhaltspflege? Ohne klare Ziele gibt es kein Erfolgskriterium. Technologie-Stack festlegen Nächste Schritte hängen stark davon ab, ob Sie WordPress durch Next.js ersetzen oder nur ein Template wechseln. Ein Technologiewechsel ist mehr Aufwand, bringt aber langfristig mehr.
Tipp: Exportieren Sie alle URLs aus Google Search Console, die organischen Traffic haben, BEVOR Sie mit der Entwicklung beginnen. Diese Liste ist Ihre SEO-Schutzgrundlage.
Phase 2: SEO-Schutz vorbereiten
Redirect-Map erstellen Für jede alte URL, die sich ändert, muss ein 301-Redirect eingerichtet werden. Eine Redirect-Map ist ein Dokument mit zwei Spalten: alte URL → neue URL. Strukturierte Daten prüfen Schema.org-Markup, Open Graph Tags und Twitter Cards sollten im neuen System übertragen werden. Strukturierte Daten verbessern Click-Through-Rate in den Suchergebnissen. Content-Qualität verbessern Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, Content zu bereinigen: veraltete Seiten entfernen, Duplicate Content konsolidieren, schwachen Content aufwerten. Canonical-Tags und hreflang Bei mehrsprachigen Websites: hreflang-Attribute korrekt implementieren, damit Google die richtige Sprache für die richtige Region ausliefert.
Phase 3: Entwicklung auf Staging
Der goldene Regel beim Relaunch: Entwickeln Sie immer auf einer Staging-Umgebung, niemals direkt auf der Live-Website. Staging-Umgebung einrichten Die neue Website läuft auf einer separaten Domain (z.B. staging.ihre-domain.de) und wird von Suchmaschinen nicht indexiert (noindex-Header). Parallelbetrieb Die alte Website bleibt im Livebetrieb, während die neue entwickelt wird. Kein Umsatzverlust durch Baustellen-Modi. Content-Migration Texte, Bilder und Dokumente werden von der alten in die neue Website übertragen — manuell oder automatisiert je nach Umfang. Cross-Browser und Mobile-Tests Testen Sie auf echten iOS- und Android-Geräten sowie auf Chrome, Firefox und Safari. Browser-Emulationen sind nicht ausreichend.
Phase 4: Go-Live und Monitoring
Go-Live-Checkliste Vor dem Launch: Alle Redirects aktiv? Meta-Daten übertragen? Sitemap aktualisiert? Google Search Console neu angebunden? Analytics-Tracking konfiguriert? DSGVO-Konformität geprüft? DNS-Switch Der eigentliche Switch dauert nur wenige Minuten: DNS-Eintrag auf die neue Server-IP umleiten, HTTPS-Zertifikat aktivieren. Sofortiges Monitoring (erste 72 Stunden) In den ersten 3 Tagen nach dem Relaunch intensiv überwachen: Fehlermeldungen in der Google Search Console, 404-Fehler in den Server-Logs, Ranking-Veränderungen, Conversion-Rate-Vergleich. Google Search Console neu einreichen Sitemap nach dem Launch in der Google Search Console einreichen. Google muss die neue Seitenstruktur re-crawlen.
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